Am 18. April 2026 feiert der gebürtige Ludwigsburger und FH-Heilbronn-Absolvent Hermann Layher, Präsident der Technik Museen Sinsheim Speyer, seinen 70. Geburtstag. Seit 1980 engagiert er sich im Auto-Technik-Museum e.V. für den Erhalt historischer Fahrzeuge und die aktive Besucherbeteiligung. Unter seinen Impulsen wuchsen zwei private Institute zu Technikzentren mit über 1,2 Millionen Gästen pro Jahr. Layhers Arbeit stärkt Tourismus, Wirtschaftsnetzwerke und 600 regionale Arbeitsplätze nachhaltig sowie Initiativen in der Metropolregion Rhein-Neckar.
Inhaltsverzeichnis: Das erwartet Sie in diesem Artikel
Studium an FH Heilbronn prägte Layher Interesse an Produktionstechnik
1979 begann Hermann Layher sein Produktionstechnik-Studium an der Fachhochschule Heilbronn, um anschließend seine Kenntnisse im familieneigenen Unternehmen anzuwenden. Im Folgejahr gründete er den Auto-Technik-Museum e.V., um historische Fahrzeuge zu sammeln und aufzubereiten. Seine fachlichen Qualifikationen und praktischen Erfahrungen flossen direkt in das Vereinskonzept ein. Mit diesem Ansatz wollte er Technikgeschichte anschaulich und lebendig halten und einem breiten Publikum durch interaktive Ausstellungen einen unmittelbaren, intergenerationellen Zugang ermöglichen und umfassendes Verständnis fördern.
Von Jugend an engagierte sich Layher für erlebte Fahrzeugtechnik
Die ländliche Kindheit in Güglingen-Eibensbach weckte bereits früh Layhers Begeisterung für alte Automodelle. mit großer Hingabe und Neugier. Er erlernte eigenständig Grundzüge der Mechanik, indem er zerlegte Bauteile untersuchte und Zusammenhänge rekonstruierte. Diese autodidaktische Erfahrung spielte später eine zentrale Rolle in seiner Tätigkeit als ehrenamtlicher Museumsinitiator. Sein Bestreben war, historische Fahrzeuge in Fahrt zu versetzen und Besuchern durch Proberunden und Demonstrationen unmittelbare Einsichten in technische Entwicklungen vergangener Jahrzehnte zu gewähren.
Von Schrauberkollektiv 1980 zur weltweit anerkannten gemeinschaftlich entwickelten Technik-Erlebnisstätte
Die Gründung des Auto-Technik-Museum e.V. im April 1980 markierte den Übergang einer lockeren Schraubergruppe in einen formellen, gemeinnützigen Verein. Ausgangspunkt bildete der Wunsch, Instandsetzungsaufwand und Betriebskosten gemeinschaftlich zu stemmen. Daraus erwuchs die Philosophie „Für Fans von Fans“, bei der Exponate nicht nur bewahrt, sondern aktiv zugänglich gemacht werden. Kommerzieller Profit wurde strikt ausgeschlossen, um den puren Enthusiasmus der Mitglieder und Besucher zu fördern. Der Verein legt hohen Wert auf Mitbestimmung.
Community-Engagement und Mitgliederzahl katapultieren Museen in die internationale Spitzenliga
Unter Layhers Impetus verzeichnet der gemeinnützige Verein Auto-Technik-Museum e.V. fast achttausend Mitglieder aus aller Welt. Die kollektiven Kompetenzen dieses Netzwerks ermöglichen Innovationen bei Fahrzeugrestaurierungen ebenso wie beeindruckende Sonderausstellungen. Hätte die engagierte Community nicht unermüdlich mitgewirkt, wären die Standorte Sinsheim und Speyer kaum über statische Ausstellungsräume hinausgewachsen. Heute fungieren beide Museen als interaktive Erlebnisräume, in denen Besucher Technikgeschichte hautnah erfahren und sich aktiv an Projekten beteiligen können und generationenbeziehende Impulse setzen.
Über 1,2 Millionen Besucher erleben beeindruckende Technikwelten im Museum
Im Zuge von Hermann Layhers Präsidentschaftsausübung seit 2013 stiegen die Hallenflächen der Technik Museen Sinsheim Speyer auf über 200.000 Quadratmeter. Die Ausstellungsobjekte reichen von Überschalljets und Raumfahrtgeräten bis hin zu historischen U-Boot-Modellen. Dieses breit gefächerte Technikportfolio zieht rund 1,2 Millionen Besucher jährlich an. Mit dieser Flächengröße und Exponatvielfalt gehören die Einrichtungen zu den bedeutendsten privat finanzierten Technikmuseen innerhalb Europas. Die Sammlung spiegelt Layhers Interesse an historischer und moderner Fahrzeugtechnik wider.
Sommerliche Besucherströme sichern 600 Arbeitsplätze in Museen und Servicebetrieben
Die Technik Museen übernehmen im Kraichgau, der Metropolregion Rhein-Neckar und der Vorderpfalz eine tragende Rolle als Arbeitgeber und Besucherziel. In den Sommermonaten beschäftigen Museen und dazugehörige Servicebetriebe über 600 Mitarbeiter, womit sie wichtige Einkommensquellen schaffen. Der zunehmende Besucherzustrom stimuliert Hotelgewerbe und Veranstaltungsdienstleister. Diese Dynamik führt zu neuen Restaurantkonzepten, Tagungsangeboten und erweiterten Freizeitangeboten vor Ort und regen mit lokalen Partnern Service und Kulturerlebnisse an.
Layher setzt auf Partizipation, Nachwuchsbindung und moderne internationale Flugzeugpatenschaften
Das Zukunftskonzept von Hermann Layher sieht den Ausbau um weitere Großflugzeuge internationalen Ursprungs vor und die Entwicklung innovativer und attraktiver Ausstellungstypen. Im Fokus stehen dabei der Generationswechsel in Leitungsgremien und die verstärkte Partizipation junger Mitglieder über digitale Plattformen. Mit regelmäßigen Events, interaktiven Prototypenvorführungen und direkter Einbindung der Community entstehen Impulse. Dieser gemeinnützige Ansatz sichert die dauerhafte Pflege technischer Exponate, fördert den Wissensaustausch und erhält historische Technologie erlebbar für künftige Generationen.
Layher feiert 70. Geburtstag im kleinen Kreis der Freunde
Hermann Layher begeht seinen siebzigsten Geburtstag zusammen mit vertrauten Vereinsmitgliedern, langjährigen fachkundigen Unterstützern und ausgewählten Freunden direkt auf dem weitläufigen, bespielten Ausstellungsgelände der Technik Museen. An diesem persönlichen Festakt wird deutlich, dass die historischen Exponate für ihn nicht lediglich Arbeitsplatz sind, sondern seine Heimat darstellen. Durch die lebendige Präsentation technischer Errungenschaften und die Förderung der Gemeinschaft erweist sich die Veranstaltung als Ausdruck seiner Lebensleistung und seines nachhaltigen Einsatzes für Technikbegeisterung.
Neben der Präsentation von Überschalljets, Raumfahrttechnik und historischen U-Booten fördern Hermann Layher und sein Team speziell entworfene Mitmachformate, die es Besuchern ermöglichen, Technik aktiv zu erleben. Dieses partizipative Konzept steigert die Besucherbindung, generiert Impulse für lokale Dienstleister und schafft Facharbeitsplätze. Die regionale Wirtschaft profitiert sowohl direkt durch Arbeitsplätze als auch indirekt durch erhöhte Nachfrage in Hotellerie und Gastronomie. Der 70. Geburtstag markiert eine symbolische Zäsur im zukunftsorientierten Lebenswerk, das Technik lebendig hält.

